Das Transfermarkt-Theater hat geöffnet

Demba Ba hatte letzten Winter seinem Ex-Klub 1899 Hoffenheim die Pistole auf die Brust gesetzt. (Foto: imago)
Demba Ba hatte letzten Winter 1899 Hoffenheim die Pistole auf die Brust gesetzt. (Foto: imago)
Die Bundesliga ist vorbei, in den internationalen Wettbewerben sind alle Finals gespielt. Jetzt drohen harte Wochen der Entbehrung für alle Fußball-Fans, denen wohl nur die ganz hartgesottenen durch Verfolgen der Frauen-WM entfliehen. Doch es gibt keinen Grund, in Sommerlochdepressionen zu verfallen. Das Transferkarussell hat bereits an Fahrt aufgenommen, die ersten Deals sind eingetütet. Grund genug, das Gebahren der Akteure einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Dabei wird deutlich, dass die Rollen klar verteilt sind. Die Hauptdarsteller in diesem regelmäßig wiederaufgeführten Stück sind Spieler, deren Berater und die Vereinsvertreter.
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Die größten Fehleinschätzungen der Saison

Manchmal liegt man einfach daneben. (Foto: imago)
Manchmal liegt man einfach daneben. (Foto: imago)
Frankfurt ist abgestiegen, Mönchengladbach hat es tatsächlich noch gepackt. Die Borussia zog nach einem tollen Endspurt unter Neu-Coach Lucien Favre noch in die Relegation ein, setzte sich dort gegen den von unten drängenden VfL Bochum durch und bleibt auch 2011/2012 erstklassig. Aber ganz ehrlich – wer hätte das im Winter gedacht? Wir jedenfalls nicht. Da kann die Kristallkugel noch so klar sein, zum Leidwesen (bzw. zur Freude) aller Beteiligten erfüllen die Kicker auf dem Rasen die Prognosen der Beobachter nur in den seltensten Fällen. In diesem Sinne: Viel Spaß mit unseren größten Fehleinschätzungen der Saison.
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Acht Gründe, warum die Dallas Mavericks der Topfavorit auf den Titel sind

Ich bin ein Zweifler. Die Dallas Mavericks haben mich schon zu oft enttäuscht. Sie sind seit vielen Jahren eines der Topteams in der regulären Saison, erfüllen in den Playoffs aber nicht die Erwartungen. Doch in diesem Jahr ist das anders. Kein Mensch hätte gedacht, dass die Mavs die Los Angeles Lakers mit einem 4:0-Serien-Sieg (Sweep) demütigen und den Meister der letzten beiden Jahre in den Sommerurlaub schicken. Nun steht mit dem Finale in der Western Conference das Halbfinale der Playoffs an. Oklahoma CityThunder heißt der Gegner. Setzt sich Dallas durch, geht es im NBA-Finale entweder gegen die Miami Heat oder die Chicago Bulls. Die Hoffnung ist groß. Ist es Zeit, mit dem Zweifeln aufzuhören? Dirk Nowitzki und Co. sind gut drauf und ich finde genügend Gründe, warum das Team aus Texas dieses Mal NBA-Champion werden kann:

Für Dirk Nowitzki (re.) und die Mavs läuft es in den Playoffs blendend. (Foto: imago)
Für Dirk Nowitzki (re.) und die Mavs läuft es in den Playoffs blendend. (Foto: imago)
Ich bin ein Zweifler. Die Dallas Mavericks haben mich schon zu oft enttäuscht. Sie sind seit vielen Jahren eines der Topteams in der regulären Saison, erfüllen in den Playoffs aber nicht die Erwartungen. Doch in diesem Jahr ist das anders. Kein Mensch hätte gedacht, dass die Mavs die Los Angeles Lakers mit einem 4:0-Serien-Sieg (Sweep) demütigen und den Meister der letzten beiden Jahre in den Sommerurlaub schicken. Nun steht mit dem Finale in der Western Conference das Halbfinale der Playoffs an. Oklahoma City Thunder heißt der Gegner. Setzt sich Dallas durch, geht es im NBA-Finale entweder gegen die Miami Heat oder die Chicago Bulls. Die Hoffnung ist groß. Ist es Zeit, mit dem Zweifeln aufzuhören? Dirk Nowitzki und Co. sind gut drauf und ich finde genügend Gründe, warum das Team aus Texas dieses Mal NBA-Champion werden kann: „Acht Gründe, warum die Dallas Mavericks der Topfavorit auf den Titel sind“ weiterlesen

Eintracht noch schlechter als Tasmania

Der Kapitän ist schon von Bord. Ochs spielt nächste Saison in Wolfsburg (Foto: dpa)
Der Kapitän ist schon von Bord. Ochs spielt nächste Saison in Wolfsburg (Foto: dpa)

Mit dem vierten Abstieg aus der Fußball-Bundesliga hat Eintracht Frankfurt Sportgeschichte geschrieben. Noch nie ist ein Bundesliga-Verein mit 26 Punkten aus der Vorrunde direkt in die Zweitklassigkeit gestürzt. Zu verantworten haben die Talfahrt primär Vorstandschef Heribert Bruchhagen sowie Daum-Vorgänger Michael Skibbe. In der Rückrunde schießen lahme Adler ganze sieben Tore, genauso viele wie Tasmania Berlin. In der Disziplin torlose Minuten zieht die Eintracht mit 793 Minuten sogar an den Neuköllnern vorbei auf Platz drei der ewigen Tabelle. „Eintracht noch schlechter als Tasmania“ weiterlesen

Wird es wieder wie 1999?

 

Zwei Protagonisten einer unvergesslichen Abstiegsentscheidung: Günther Koch (l.) und Nürnbergs Andreas Köpke. (Fotos: dpa, imago)
Zwei Protagonisten einer unvergesslichen Abstiegsentscheidung: Günther Koch (l.) und Nürnbergs Andreas Köpke. (Fotos: dpa, imago)

VfL Wolfsburg, Borussia Mönchengladbach, Eintracht Frankfurt – drei Klubs kämpfen noch gegen den Abstieg. Die Konstellation verspricht Hochspannung. Abstiegskampf, Dramatik, Eintracht Frankfurt, da war doch mal was. Genau, der bis heute unvergessene letzte Spieltag der Saison 1998/99.  Ein Krimi auf dem Rasen und im Radio. Wird es diesmal wieder so dramatisch wie 1999? Dieser Text entstand zum zehnjährigen Jubiläum des Radio-Krimis im Jahr 2009: „Wird es wieder wie 1999?“ weiterlesen

Mavericks: Warum die Zweifel immer mitspielen

Dirk Nowitzki (re.) und Tyson Chandler klatschen beim Sieg gegen die Lakers ab. (Foto: dpa)
Dirk Nowitzki (re.) und Tyson Chandler klatschen beim Sieg gegen die Lakers ab. (Foto: dpa)
Dirk Nowitzki schmeißt den Topfavorit auf den NBA-Titel aus den Playoffs – das wollte ich schon immer mal über den deutschen Basketballexport schreiben. Nur wirklich daran geglaubt habe ich nicht. Zu oft haben mich die Dallas Mavericks enttäuscht. In den letzten vier Jahren schieden sie drei Mal bereits in der ersten Playoff-Runde aus. Auch in dieser Spielzeit hätte ein erneutes frühes Scheitern nicht wirklich geschockt. Die Frage, welche Top-Mannschaft als erstes in den Sommerurlaub gehen darf, wurde von vielen Experten und auch von mir mit Dallas Mavericks beantwortet. „Mavericks: Warum die Zweifel immer mitspielen“ weiterlesen

Stuttgart kommt mit einem blauen Auge davon

Shinji Okazaki (vorne) und Co. bejubeln den Klassenerhalt des VfB. (Foto: imago)
Shinji Okazaki (vorne) und Co. bejubeln den Klassenerhalt des VfB. (Foto: imago)
Es ist vollbracht: Der VfB Stuttgart hat am vorletzten Bundesliga-Spieltag den Klassenerhalt perfekt gemacht. Nach dem 2:1-Heimerfolg gegen Hannover 96 ist der Klub auch nächste Saison erstklassig. Die vorzeitige Rettung hat der Verein einmal mehr dank eines überragenden zweiten Halbjahres geschafft. Die Fans des VfB dürfen der neuen Saison optimistisch entgegenblicken, dafür gibt es mehrere Gründe.
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Das Daum-Debakel

Christoph Daum wirkt verzweifelt. (Foto: imago)
Christoph Daum wirkt verzweifelt. (Foto: imago)

Eintracht Frankfurt spielt nächstes Jahr in der 2. Bundesliga. Das steht nach diesem Spieltag so gut wie fest. Christoph Daum wird seine Zelte am Main nach wenigen Wochen wieder abbauen, denn im Unterhaus will er nicht arbeiten. Der einstige Messias hat den Karren an die Wand gefahren. Nachdem Daum im März als Nachfolger von Michael Skibbe verpflichtet worden war – wohlgemerkt, um die Eintracht vor dem Abstieg zu retten – redete er davon, Frankfurt zurück an die nationale Spitze führen und europäisches Flair erleben zu wollen. „Die Potenziale und Perspektiven, die in Frankfurt bestehen, sind großartig. Wir wollen den Klassenerhalt schnellstmöglich unter Dach und Fach bringen, um Planungssicherheit zu haben“, sagte Daum damals.
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Von Toilettenspülungen, Zahnlücken und dunklen Hallen

Deutschlands treffsichere Zahnlücke: John Tripp. (Foto: dpa)
Deutschlands treffsichere Zahnlücke: John Tripp. (Foto: dpa)

In der Slowakei geht eine kuriose Geschichte über das Finale der Eishockey-WM 2002 um: Peter Bondra hatte mit seinem Tor zwei Minuten vor Schluss die Slowakei völlig überraschend zum ersten und bis heute einzigen WM-Titel geschossen. Auf das Glück folgte das Unglück: Im Siegestaumel hatte die Besatzung des Wasserwerks zu Bratislava scheinbar vergessen, sich weiter um die Versorgung der Stadt zu kümmern. In der Folge soll es auf den Toiletten der Stadt in kürzester Zeit zu einem beträchtlichen Engpass gekommen sein: keine Spülung, kein Händewaschen. Nur noch die pure Freude über den sensationellen Titelgewinn. Neun Jahre später richtet die Slowakei nun selbst die WM aus – und ist erneut Schauplatz für Erlebnisse der Marke „Pleiten, Pech und Pannen“. Ob in Bratislava oder in Kosice – irgendetwas läuft immer ein bisschen anders, als es sollte. „Von Toilettenspülungen, Zahnlücken und dunklen Hallen“ weiterlesen

"We have a grandios Saison gespielt!"

Die sportliche Hürde genommen, die verbale gerissen: Roman Weidenfeller. (Foto: imago)
Die sportliche Hürde genommen, die verbale gerissen: Roman Weidenfeller. (Foto: imago)
Wer Roman Weidenfellers gleichermaßen gekonnte wie ungewollte Lothar-Matthäus-Imitation am Mikrofon des TV-Senders „Dubai Sports“ gesehen hat, weiß, warum ein Wechsel ins Ausland für den BVB-Torhüter nie wirklich ein Thema war. Man weiß aber auch, dass die Unbekümmertheit, mit der Weidenfeller über die großartige Spielzeit der Schwarz-Gelben schwärmt („We have a grandios Saison gespielt!“) bald der Vergangenheit angehören könnte, wenn schon Reporter aus den Emiraten die lange Reise in den Signal Iduna Park für zwei sagen wir mal semigehaltvolle Antworten antreten. „"We have a grandios Saison gespielt!"“ weiterlesen